Coverbild Juni 53. Ein Fall für Max Heller von Frank Goldammer, ISBN-978-3-7424-1092-4

Juni 53. Ein Fall für Max Heller

Lesung mit Heikko Deutschmann (1 mp3-CD)

Dresden, 18. Juni 1953, ein Tag nach dem blutig niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR: Max Heller wird zu einem Todesfall in einem Betrieb für Wärmeisolierungen gerufen. Dem dortigen Betriebsleiter wurden brutal die Atemwege mit Isolierwolle verstopft. Unter Mordverdacht gerät eine ehemalige Angestellte, die von sich selbst behauptet, eine frühere KZ-Aufseherin und jetzt Spionin für den Westen zu sein. Doch Heller glaubt ihr nicht. Zumal alle Angestellten des kleinen Betriebes hartnäckig die Aussage verweigern. Als es Heller gelingt, bei einem Mitarbeiter das Schweigen zu brechen, kommt er dem wahren Täter gefährlich nah. Lesung mit Heikko Deutschmann 1 mp3-CD | ca. 10 h 4 min

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Ungekürzte Lesung
ISBN 978-3-7424-1092-4
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Portrait von Frank Goldammer

Frank Goldammer

Frank Goldammer, Jahrgang 1975, ist Handwerksmeister und begann schon früh mit dem Schreiben. Die Bände seiner historischen Kriminalroman-Reihe über den Dresdner ...
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Special

Frank Goldammer

Erfahren Sie alles über den Bestsellerautor Frank Goldammer und seine historischen Krimis. Mit Videos, Podcasts, Interview, Hintergrundinformationen, Leserstimmen und mehr!

Veranstaltungen

Teltow, 19.02.2022

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Im Schatten der Wende«
Datum:
Samstag, 19.02.2022
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Grimm’s Hotel
Gonfrevillestraße 2
Chemnitz, 28.04.2022

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Feind des Volkes«
Datum:
Donnerstag, 28.04.2022
Zeit:
18:00 Uhr
Ort:
Stadtteilbibliothek im Yorck-Center
Scharnhorststraße 11

Pressestimmen

MDR, Sachsenspiegel, März 2020
»Der Dresdner Malermeister Frank Goldammer trifft mit seinen historischen Krimis um Oberkommissar Max Heller ins Schwarze.«
Michael Ernst, Dresdner Neueste Nachrichten, Februar 2020
»Nur zehn Tage werden in ›Juni 53‹ beschrieben, genügend Stoff für fesselnde Lektüre.«
Gustav Gaisbauer, Fantasia 896e, Mai 2021
»Spannend und mitreißend wie immer.«
Bayerwald-Bote, Oktober 2020
»Wie die vorangegangenen Bände ›Roter Rabe‹, ›Vergessene Seelen‹, ›Tausend Teufel‹ und ›Der Angstmann‹ ein Buch, das bestens unterhält.«
SüdhessenWoche Darmstadt, Mai 2020
»Wie immer behandelt auch dieser Krimi einen zeitgeschichtlichen Fall und besticht durch ausgefeiltes Lokalkolorit.«
dpa/Wiesbadener Kurier, April 2020
»Die spannende Krimhandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
dpa/Gießener Allgemeine, April 2020
»Frank Goldammer setzt seiner Heimatstadt Dresden mit ›Juni 53‹ ein zeitgeschichtliches Denkmal.«
Neue Vorarlberger Tageszeitung, April 2020
»Die spannende Krimihandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
Renate Kruppa, Schweriner Volkszeitung, März 2020
»Wer sich für die deutsche Geschichte interessiert und gern Krimis liest, ist mit diesem Buch gut bedient.«
Stephan Schwammel, eschborner-stadtmagazin.de, Februar 2020
»Beste Krimiunterhaltung, die die jüngere deutsche Vergangenheit beleuchtet und eventuell Grundlagen in der gegenwärtig laufenden Diskussion liefern kann.«
Mainhattan Kurier, Februar 2020
»Nicht nur Hellers Gedankenwelt, auch der schreckliche Zeitgeist sind hervorragend beschrieben.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, Februar 2020
»Die Buchreihe um ihn ist ein absolutes Must-read, außerdem so sensationell, dass es einem ab dem ersten Satz den Atem verschlägt.«
Wochen Anzeiger Weissenburg, Februar 2020
»Interessant und spannend.«
Lebensart, Februar 2020
»Goldammer liefert wieder beste Krimiunterhaltung mit historischen Bezügen.«
Gieslinger Zeitung, Januar 2020
»Wie immer: spannende Zeitgeschichte.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Der 17. Juni – 36 Jahre lang Nationalfeiertag in der Bundesrepublik Deutschland als Gedenken an den Volksaufstand in der DDR 1953, heute fast vergessen. An dieses Ereignis erinnert Frank Goldammer in seinem 368-seitigen historischen Kriminalroman „Juni 53“, erschienen im Dezember 2019 bei dtv. Gerade an diesen geschichtsträchtigen Tagen wird – nun schon zum fünften Mal – Max Heller von der Dresdener Kripo an den Ort eines grausamen Verbrechens gerufen: Im VEB Rohrisolation findet man in einem Behälter – mit Glaswolle gestopft wie eine Gans – den Leichnam des ehemaligen Firmeneigentümers, Martin Baumgart. Außerdem gilt ein weiterer Mitarbeiter, Gerd Kruppa, als vermisst. Doch man macht dem Kripobeamten die Ermittlungen nicht leicht; die Mitarbeiter des MfS sähen am liebsten ein politisches Motiv für den Mord, um Querulanten und Aufständische inhaftieren zu können. Dennoch geht der parteilose Heller seinen eigenen Weg und stößt dabei auf Widerstand. Ebenfalls privat steht er vor großen Problemen. Haben er und seine Familie in der noch jungen DDR eine Zukunft? Soll er bleiben oder gehen? Mich persönlich hat beim Lesen eher das historische Ambiente als der Kriminalfall an sich angesprochen. Wie für die DDR-Politik typisch, wird der Täter erst einmal in den Reihen der politischen Gegner gesucht. Doch auch Bezüge zur noch nicht lange zurückliegenden nationalsozialistischen Vergangenheit werden hergestellt, es werden viele Verdächtige und Motive angeführt, sodass sich der ganze Fall unübersichtlich gestaltet. Hier hat der Autor eindeutig des Guten zu viel getan, um den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Überzeugen und überraschen indes kann die Lösung des Falls, was für manche Widrigkeiten beim Lesen entschädigt und mich dann doch befriedigt zurückgelassen hat. Sehr eindrücklich ist die Atmosphäre der noch jungen sozialistischen Republik eingefangen: Die Menschen stöhnen ob der schwierigen Versorgungslage und der immer weiter steigenden Arbeitsnormen, die kaum noch ein Mensch erfüllen kann. Auch freie Wahlen fordern die Bürger, sodass die Lage schließlich eskaliert und der Aufstand vom 17. Juni blutig niedergeschlagen wird. Der Ton der Parteibonzen ist rau und unterscheidet sich nur wenig von dem der Nationalsozialisten, Befragungen von Verdächtigen werden kombiniert mit Folter und haben einzig das Ziel, Geständnisse zu erpressen. In diesem Ambiente fällt es Heller schwer, objektive Ermittlungen zu betreiben – vor allem, da Ranghöhere und Mitarbeiter zum großen Teil hinter der Regierung stehen oder zumindest versuchen, sich mit dem Regime zu arrangieren. Doch auch in die Familien treibt die Politik einen Keil, wie man dem Verhältnis Hellers zu seinem Sohn Klaus entnehmen kann; Letzterer steht voll und ganz hinter dem Staat, was zu einer zunehmenden Entfremdung führt. Hauptmann Bech, der sich immer wieder in die Ermittlungen einschaltet, verkörpert den linientreuen MfS-Mitarbeiter, der die Ermittlungen eher erschwert als unterstützt. Darüber hinaus gibt es in diesem Buch parallel die Menschen, die einfach nur versuchen, ihre Nische zu finden, verkörpert z.B. durch Hellers Mitarbeiter Odenbusch, der als junger Ehemann weiß, dass er sich mit den gegebenen Umständen abfinden muss, möchte er sich in diesem Staat eine Zukunft aufbauen. Und ja, natürlich begegnen uns ferner Personen, die der Partei eindeutig ablehnend gegenüberstehen – und dieses teuer bezahlen, was besonders bitter aufstößt, wenn es sich dabei auch noch um Menschen handelt, die schon unter den Nazis zu leiden hatten. Alles in allem präsentiert Goldammer hier ein Bild des jungen Staates, das mit all seinen Grausamkeiten und Beschönigungen realistisch und detailliert gemalt ist – und das eben nicht in Vergessenheit geraten sollte. Das Ende des Buches legt nahe, dass es noch weitere Bände dieser Reihe geben wird. Dieses stimmt mich ein wenig nachdenklich bzw. kritisch, da ich persönlich für die Figur Heller keine Zukunft in der DDR sehe, sollte er sich der Staatsmacht nicht anpassen, was wiederum schade wäre. Insgesamt sei zusammengefasst, dass Frank Goldammer mit „Juni 53“ einen Kriminalroman vorlegt, der zeitgeschichtlich hoch interessant und authentisch ist und somit ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden lässt, das man nicht oft genug erinnern kann. Auch wenn mich der Kriminalfall an sich nicht völlig überzeugen konnte, empfehle ich das Buch gerne zur Lektüre weiter.«
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